Mit einer garantierten Rente den Lebensstandard sichern |
| Mittwoch, 21 November 2007 |
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FONDS-GESELLSCHAFTEN IM TEST 17. Mai 2005
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Miese Noten für Deka, dit, Adig & Co.
Wer beim Fonds-Kauf auf die Berater seiner Bank oder Sparkasse hört, wird oft nur dritter oder vierter Wahl abgespeist: Beim Thema Qualität von Investmentfonds schneiden ausgerechnet mehrere deutsche Branchenriesen nur mangelhaft ab, so ein aktueller Test. Ganz vorne landet ein amerikanischer Anbieter.
Sieger des Tests der Zeitschrift FINANZtest wurde der in den USA heimische Anbieter Templeton. Dessen zwölf in Deutschland erhältliche Fonds schnitten weit besser ab als die anderer anderer Gesellschaften. In der Disziplin Fondsbewertung gibt es für das amerikanische Unternehmen sogar ein konkurrenzloses "sehr gut". Allerdings ist Templeton in Deutschland ein recht kleiner Anbieter.
Mit wenigen Fonds in ausgewählten Marktsegmenten jeweils einen Spitzenplatz zu erreichen, ist leichter als mit einem breit gestreuten Angebot. Unter den Fonds mit 30 und mehr für den Fondsgesellschaftsvergleich bewerteten Fonds liegt die DWS-Gruppe vorn. Über ein gutes befriedigend kommt sie allerdings nicht hinaus. Bei den Informationen zu ihren Fonds liegen DWS und Templeton fast gleich auf und sind jeweils gut.
Fondsmanager unter Druck
Entscheidend für die Qualität eines einzelnen Fonds ist die Kursentwicklung im Vergleich zum Branchendurchschnitt vergleichbarer Fonds. Je besser die Manager eines Fonds Wertpapiere kaufen und verkaufen, um so mehr profitiert der Kunde. Für den Vergleich der Fondsgesellschaften hat FINANZtest sich die Kursentwicklung und -schwankungen der für die Mehrheit der Anleger wichtigen Fonds eines Unternehmens angeschaut. Riskante Spezialfonds, die beispielsweise nur in einzelne Branchen, Emerging-Market-Werte oder festverzinsliche Wertpapiere exotischer Herkunft investieren, blieben außen vor. Besonderes Gewicht hatten dagegen die Basisfondsgruppen Welt und Europa. Sie bieten eine besonders gute Risikostreuung und sind für die meisten Anleger erste Wahl.
Informationen im Test
Zweites Kriterium ist die Qualität der Prospekte, mit denen Fondsgesellschaften Anleger über ihre Produkte informieren. Nur wer gut informiert ist, kann richtig entscheiden. In dieser Disziplin war Julius Bär am stärksten. Die Informationen über die Fonds des Schweizer Unternehmens waren sehr gut. Schlusslicht im Vergleich: die Dexia. Bei ihr waren schon die Informationen zur Wertentwicklung und den Risiken der einzelnen Fonds mangelhaft.
Schwächen bei Aktienfonds
Besonders ärgerlich: Bei der Qualität der Aktienfonds schnitten die Branchenriesen dit (Allianz-Gruppe), Deka und Adig mangelhaft ab. dit gehört zur Dresdner Bank, Deka zu den Sparkassen und Adig zur Commerzbank. Wer beim Fondskauf auf den Rat von Bank- Mitarbeiter dieser Geldinstitute hört, läuft Gefahr schlecht abzuschneiden. Banken und Sparkassen empfehlen nämlich besonders gern die Produkte ihrer Partner. Ausnahme: die Commerzbank. Sie wirbt damit, Kunden Fonds unabhängig von der Partnerschaft zur Adig zu empfehlen.
Suche nach festem Partner
Die Qualität einer Fondsgesellschaft ist für Anleger wichtig, die für ihre Fondsgeschäfte einen festen Partner suchen. Günstiger ist der gezielte Kauf einzelner Spitzenfonds aus dem großen Dauertest mit möglichst geringem Ausgabeaufschlag. Das funktioniert am besten über Fondsvermittler oder Direktbanken, die eine möglichst große Auswahl an Fonds im Angebot haben. Wer den Aufwand scheut und für seine Fondsgeschäfte lieber einen festen Partner sucht, sollte darauf achten, mit einer guten Fondsgesellschaft ins Geschäft zu kommen.
FINANZtest 6/2005
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